Leserbrief

Die Ideen eines 17-Jährigen

Es war einmal, ja so beginnen alle Märchen und manche werden wahr. 44 lange Jahre ist es her, da war ich Schüler an der HTL. Ich hatte genug von den Unmengen an Autos in der Altstadt in Salzburg. Ich ging ins Schloss Mirabell, den Sitz der Stadtregierung, ins Büro des gerade neuen Bürgerlistenstadtrats Johannes Voggenhuber. Einfach so in jugendlichem Leichtsinn, ohne Termin.

Er fand Zeit und ich schlug vor, die Salzburger Altstadt mit Schranken abzusperren, nur mehr Anrainer zufahren zu lassen und den Kajetanerplatz zum Spielplatz und Grünbereich umzuwandeln. Es war ein nettes Gespräch und der - inzwischen Europaabgeordnete und lang gediente - Politiker Voggenhuber wird sich nicht mehr daran erinnern, aber die Idee, die bezeichnete er als unmöglich und nicht umsetzbar.

30 Jahre später wurde sie realisiert. Ich war zu früh, meiner Zeit um 30 Jahre voraus. :-) Aber nicht nur dies, die Idee eines damals 17-Jährigen wurde nicht wahrgenommen.

Jetzt baut man an einer neuen Altstadtgarage. Ob dies der Weisheit letzter Schluss sein wird, ist mehr als fraglich, aber vielleicht fragt man jetzt die 17-Jährigen um ihre Meinung und lädt sie zur Mitarbeit ein. Denn sie werden es sein, die mit der Altstadtgarage leben werden - oder sie vielleicht umwandeln in eine Freizeiterlebniswelt oder in ein Museum!


Klaus Höllbacher, 8052 Graz

Aufgerufen am 20.05.2022 um 05:27 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/die-ideen-eines-17-jaehrigen-115737571

Kommentare

Schlagzeilen