Leserbrief

Die Post bringt allen was

Ärger, Verdruss, Unverständnis, bis hin zu Zornausbrüchen. Was ist los bei einem der größten Dienstleister im Lande.

Poststücke heute aufgegeben, morgen beim Empfänger, das war einmal in der "guten alten Zeit". Als in der Post, in der Direktion noch Chefs saßen. Heute sitzen dort Manager, die sich gegenseitig auf die Schulter klopfen, weil sie die Personalkosten drastisch gesenkt haben. Ob für diese Bravourleistungen auch Erfolgsprämien bezahlt wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Beschwerden von Postkunden werden einfach ignoriert, berechtigte Kritik von Bürgermeistern (SN vom 6. 11. 2021) wird widersprochen und diese "strikt zurückgewiesen". Angesichts der Tatsache, dass dieser Zustand nicht erst seit ein paar Wochen herrscht, ist dieses Zurückweisen der Beschwerde schlicht und einfach eine Frechheit.

Die Post lagert aus, an allen Ecken und Enden wird eingespart. Poststücke, für die ein beachtliches Porto entrichtet wurde, erreichen oft erst nach einer Woche, nach Verstreichen von Ereignissen - Begräbnisse, Angebote etc., - den Empfänger. Das Fernsehprogramm vom 5.11. bis 11.11. als Beilage der "Ischler Woche", sollte am 2.11. zugestellt werden, was aber erst am 9. 11. 2021 erfolgte.

Es ist nur schade, dass die Zusteller, wenn sie überhaupt noch kommen, den ganzen Unmut der Postkunden zu spüren bekommen, die Prügel dafür sollten allerdings die Erfinder dieses nicht mehr tragbaren Zustandes erhalten.

Horst Gschwandtner, 5102 Anthering

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