Leserbrief

Die Raserei der Europäer

Der schreckliche Unfall von Gneis lockt wieder einmal all jene aus der Reserve, die glauben wir Alten sollten überprüft werden. In Österreich sind heuer auch noch 12 andere Kinder im Verkehr ums Leben gekommen, aber auf keinen Unfall haben sich die Medien so gestürzt wie auf diesen.
Hauptunfallursache sind nicht wir Alten, sondern die Raserei. Diese abzustellen wäre mit geringem technischem Aufwand möglich.
Ich habe in den letzten Jahren mit meinem Wohnmobil unfallfrei 30 Länder bereist, viele davon mehrmals unter anderem heuer im Sommer auch Russland. Sogar mein Billig-Navi hat immer und überall gewusst, wie schnell ich wo fahren darf.
Mittlerweile sind alle neuen Autos mit Navis ausgerüstet. Es wäre überhaupt kein technisches Problem, die Technik so zu programmieren, dass alle Autos bei Erreichen der erlaubten Höchstgeschwindigkeit abregeln. Keine/-r könnte mehr in der 30erZone 50, im Ortsgebiet 70, auf Freilandstraßen mehr als 100 oder auf der Autobahn mehr als 130 bis 140 fahren.
Mittlerweile gibt es auch Kameras, welche Verkehrszeichen erkennen, so dass auch bei Tagesbaustellen die Geschwindigkeitsbeschränkung eingehalten werden muss. Natürlich müsste das alles auch für Motorräder, welche ohnehin die meisten Toten und Schwerverletzten pro gefahrenem Kilometer haben, gelten.
Mit einem ganz geringen Aufwand, ließen sich die Verkehrstoten in der EU innerhalb kürzester Zeit halbieren. Aber ich glaube den Europäern die Raserei zu nehmen, wäre ungefähr so problematisch, wie wenn man den Amerikanern ihre Waffen nehmen würde.


Hans Haberl, 5151 Nußdorf (Kleinberg)

Aufgerufen am 17.01.2022 um 09:13 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/die-raserei-der-europaeer-76169983

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