Leserbrief

Die Rolle von CO2 im Klimawandel

Bei den Temperatur-Schwankungen in der Erdgeschichte fungierte CO2 immer schon als Regulator, viel CO2 in der Atmosphäre brachte Erwärmung, wenig CO2 eine Abkühlung!

Das markanteste Beispiel ist der, in der Wissenschaft als "Schneeball Erde" bezeichnete außergewöhnliche Zustand im Prä-Kambrium (ca. vor 700 Mill. Jahren), als eine tiefgreifende Abkühlung die Eiskappen der Pole bis fast an den Äquator wachsen ließ. Diese Phase wurde erst abgebrochen, als eine langdauernde Aktivität an Vulkanausbrüchen soviel CO2 in die Atmosphäre schleuderte, dass das Eis durch die Erwärmung wieder abgeschmolzen ist.

Die Erde muss heute ständig gegen ein Anwachsen des CO2-Gehalts in der Atmosphäre kämpfen, da es eine Reihe von, durch Menschen nicht beeinflussbare Emissionen von CO2 gibt: Vulkanausbrüche, Zyklisches weltweites Absterben und Vermodern alter Bäume, wodurch das zu ihren Lebzeiten gespeichte CO2 wieder frei wird. Biogas, also das vor allem in Rindermägen entstehende CO2 und Methan. Grenzwertig durch Menschen bedingte Freisetzung von CO2 entsteht bei der weltweiten Zement-Herstellung, wobei Zement und Beton offenbar das am besten geeignete Baumaterial darstellt. Da könnte allerdings durch Forcierung von Holzbauweise und Stahlbauweise eventuell eine Alternative erzielt werden.

Total menschgemachtes Freisetzen von CO2 ensteht durch Verbrennung Kohlenstoff-hältiger Fossilien, wie Kohle und Erdöl. Diese Emissionen sind deshalb so unvernünftig, als es jetzt tragfähige Alternativen dazu gibt. Früher hat man Wale gejagt, um an ihr Öl zu kommen, dann kamen Kohle und Erdöl, und jetzt gibt es eben die nachhaltigen Energieformen von Sonne, Wind und Wasser.


Univ. Prof. Dr. Wolfram Haider, 1070 Wien

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