Leserbrief

Die Stadt zäumt das Pferd von hinten auf

Eine 150 Millionen Euro teure 700-Meter-Verlängerung der Lokalbahn zum Mirabellplatz ist wohl die unsinnigste Idee, die es seit Langem gegeben hat - und dass der Bund da jetzt auch noch mitzieht, ist ein Zeichen, dass verfügbare finanzielle Mittel lieber sinnlos eingesetzt werden, anstatt dort zu investieren, wo es dringend notwendig ist.
Wie wäre es denn, wenn man diese 150 Millionen Euro in Parkhäuser am Stadtrand investiert - Langwied, Salzburg-Nord, Itzling, Salzburg-Süd, Salzburg-West - und das Parkticket zum Obusfahrschein macht? Man könnte natürlich auch einmal in den öffentlichen Verkehr so investieren, dass Obusfahren endlich besser und billiger wird - statt schlechter und teurer. Weiters wäre eine Investition in leistbaren Wohnraum ebenfalls sinnvoller als 700 Meter Mini-U-Bahn.
Sind in den projektierten Kosten auch die zukünftigen Reparaturen der Schäden an den Gebäuden entlang der Rainerstraße inkludiert? Oder glaubt man in der Stadtregierung tatsächlich, dass dieser Preuner-Tunnel ohne Probleme gegraben werden kann? Ich denke hier z. B. an die Gebäudeschäden in der Kaigasse, Pfeifergasse, Sebastian-Stief-Gasse während des Tiefgaragenbaus bei den Barmherzigen Brüdern - und man bedenke hier die Distanz -, in der Rainerstraße stehen die Häuser direkt über dem zu grabenden Tunnel!
Es bedarf hier einer Befragung der Salzburger Bevölkerung, ob sie diese Verlängerung der Lokalbahn auch wirklich will.

Gabriele Haubner, 5026 Aigen

Aufgerufen am 27.11.2020 um 03:56 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/die-stadt-zaeumt-das-pferd-von-hinten-auf-67900558

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