Leserbrief

Die Swap-Urteile

Hier Menschen zu Haftstrafen zu verurteilen, die nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben, und dabei in Kauf zu nehmen, dass deren bürgerliche Existenz vernichtet werden, steht doch in keinem Verhältnis zu der vorgeworfenen Tat. Die Stadt ist ohnedies nie geschädigt worden, ganz im Gegenteil vor Schaden bewahrt worden, was ja der Sinn dieser Aktion gewesen ist. Und auch das Land hat, wie sich jetzt herausstellt, bei den meisten dieser Geschäfte letzten Endes reüssiert. Und das wird dennoch mit unbedingten Haftstrafen geahndet?

Besonders beeindruckt hat mich am 1. Oktober der Oberstaatsanwalt in "Salzburg heute", der mit kaum überbietbarem Zynismus Milderungsgründe wie bisherige Unbescholtenheit und frühere Verdienste (so z. B. die Sanierung der Finanzen) ausgeschlossen und auf der vollen Härte des Gesetzes bestanden hat - zwecks Prävention.

Um also ein Exempel zu statuieren werden Menschen, die für diese Stadt immer das Beste gewollt haben, vernichtet. Wohlgemerkt, hier hat es keine persönliche Bereicherung gegeben, keinen Korruptionsfall, keine sonst irgendwie verwerfliche Tat, schon gar keinen kriminellen Vorsatz, sondern einen offenbar gesetzlich nicht gedeckter Versuch, Salzburg vor Schaden zu bewahren. Diese Männer haben für Salzburg gearbeitet und nicht für sich!

Verstehe das, wer wolle! Ich kann es jedenfalls nicht!


Olaf Arne Jürgenssen, 5342 Abersee

Aufgerufen am 05.12.2021 um 01:33 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/die-swap-urteile-77094190

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