Leserbrief

Die umstrittene Stadtdurchquerung

Die Kritiker des Projekts der Verlängerung der Lokalbahn bis zum Mirabellplatz stoßen sich in erster Linie an den "sündteuren 700 Metern Streckenverlängerung". Vergessen wird dabei, dass es sich nur um die erste Etappe des Ausbaus handelt und dass letztlich eine komplette Stadtdurchquerung das Endziel sein soll. Zum Vergleich: In den 1970er-Jahren wurde die letzte Station der veralteten Wiener Stadtbahn zwischen Friedensbrücke und Heiligenstadt als "erstes U-Bahn-Teilstück" eröffnet. Heute verfügt Wien über ein leistungsfähiges U-Bahn-Netz mit fünf Linien. Zugegeben, viele Wiener sind inzwischen verstorben und haben den Endausbau nicht mehr erlebt. Aber es sind ja auch viele Nachgeborene, die Wien ohne sein übergeordnetes Verkehrsnetz gar nicht mehr kennen.
In Salzburg wird es halt leider auch noch viele Jahre dauern, aber eines Tages wird es so weit sein. Und Hand aufs Herz: Hätte die Stadtregierung unter Bürgermeister Schaden nicht so lange die Planung hintertrieben und abgewehrt - man könnte heute schon ein Stück weiter sein.

Günter Braun, 1020 Wien

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