Leserbrief

Die Wahl des neuen Rektors

Für mich als interessierten Außenstehenden sind die Vorgänge rund um die Wahl
eines neuen Rektors der Paris-Lodron-Universität Salzburg äußerst fragwürdig und hinterfragenswert verlaufen, wurde doch die von der Findungskommission vorgeschlagene ehemalige Präsidentin der Österreichischen Rektorenkonferenz im Dreiervorschlag des Senats nicht einmal berücksichtigt und der Erstgereihte dieses Dreiervorschlags, der frühere Vizerektor der Universität Salzburg, bei der Bestellung einfach übergangen.
Letztlich wurde aus einem Zweiervorschlag der 65-jährige Internist und Leiter einer Klinik aus Lübeck für den Posten nominiert. Diese Entscheidung ist mir in Anbetracht der hoch qualifizierten Bewerber aus Österreich völlig unverständlich und wird noch irritierender, wenn man bedenkt, dass der nun Vorgeschlagene bisher vor allem als Mediziner tätig war und er jüngst seine Funktion eines Präsidenten der Lübecker Medizinischen Universität 2017 vorzeitig und bereits nach drei Jahren zurückgelegt hat.
Es ist daher große Skepsis angebracht, ob diese Wahl eine gute und zukunftsweisende für die Paris-Lodron-Universität mit ihrem großen und vielfältigen Studienangebot war. Es ist jedenfalls nur zu hoffen, dass nicht die Befürchtung eintrifft, diese wichtige Funktion werde lediglich als Beschäftigungstherapie für den Austrag wahrgenommen.


Dkfm. Dr. Friedrich Baumkirchner, 5020 Salzburg

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