Leserbrief

Die Welt ein bisschen besser zu machen, liegt in unser aller Händen.

Als treue Leserin der SN ärgert mich diesmal die Spitze Feder des Herrn Alfred Pfeiffenberger so sehr, dass ich selbst zur Feder greife. Die SN berichten im allgemeinen wohltuend sachlich und ausführlich über Klimaschutz, und zwar schon seit vielen Jahren. Darum verwundern Glossen wie jene vom 6.7.19 doppelt.
Die Fridays for Future Bewegung hat sich weltweit in allen Schichten der Bevölkerung ausgebreitet. Die Sorge um die Erde teilen viele Menschen ungeachtet ihres Einkommens. Sie haben Recht, SUVs parken manchmal vor dem Biomarkt. Gesundes Essen ist nämlich nahezu allen Menschen ein großes Anliegen! Reiche können sich den SUV und gutes Essen schlicht leisten! Reiche können sich auch besser vor den Folgen des Klimawandels schützen! Das spricht aber nicht gegen die Fridays for Future Bewegung, deren Teilnehmer sich überdurchschnittlich häufig nach Kräften bemühen, ihren ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten und die lautstark Klimagerechtigkeit fordern! Es geht um viel mehr als die Erderwärmung, es geht um die ungebremste Umweltverschmutzung mit vielen schädlichen Stoffen durch eine global enthemmte Wirtschaft, die auf Ressourcenverbrauch, Überproduktion und Gewinnmaximierung ausgerichtet ist und immense Umweltschäden verursacht. Der Zustand der Welt ist alarmierend genug, um einen Notstand auszurufen. Klimanotstand bedeutet, alle Entscheidungen im Hinblick auf die Umweltfolgen zu treffen. Das müssen Kinder (!) von den Erwachsenen fordern!
Die vom Volk gewählten politischen Vertreter bestimmen die Regeln, denen sich die Wirtschaft zu unterwerfen hat. Die Macht liegt bei der Politik! Die Welt ein bisschen besser zu machen, liegt in unser aller Händen.

Aloisia Altmanninger, 4663 Laakirchen

Aufgerufen am 19.08.2019 um 02:04 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/die-welt-ein-bisschen-besser-zu-machen-liegt-in-unser-aller-haenden-73199098

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