Leserbrief

Die Zauberflöte in St. Margarethen

Man muss dem SN-Rezensenten (Derek Weber, SN, vom 12. 7.) dankbar dafür sein, auf kritische Distanz zu dieser "Zauberflöte" zu gehen, andere tun das nicht.

Nein, er könnte es auch ohne "Schnupfen" nicht, das Singen ... Wie gut Emanuel Schikaneder den Papageno stimmlich beherrschte, sei dahingestellt. Mozart wird dessen Noten wohl kaum für reinen Sprechgesang gesetzt haben, und schon gar nicht für so ein (neudeutsches) Gesäusel und Gedudel, wie es der Herr Sohn des Schauspielers in St.Margarethen bot. Dazu die politisch korrekten Krämpfe des Regie-Duos (Obonya mit Gattin); abgeänderte (teils obszön unterlegte) Texte, umgeschriebene Noten mit musikalisch schmerzhaften Strichen in Form von Halb- und Viertel-Arien oder Duetten.

"Zernichtet", frei nach Sarastro, und "unterste Schublade", was Papagenos Schwadronieren angeht, ja das passt! Wie sich wohl die übrigen, durchaus seriösen Künstler da vorkommen? Ewig schade drum, doch den Adabeis (siehe diverse Kolumnen) scheint es zu gefallen.

Alf Gerd Fantur, 1030 Wien

Aufgerufen am 23.10.2019 um 07:49 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/die-zauberfloete-in-st-margarethen-73501708

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