Leserbrief

Differenzen zwischen Russland und NATO

Die NATO versteht sich als Wertegemeinschaft freier demokratischer Staaten. Schutz von Demokratie und Menschenrechte sowie die kollektive Selbstverteidigung sind die Ziele. An der Spitze der politischen Organisation steht der Generalsekretär.
Laut dem Generalsekretär Jens Stoltenberg sind die Meinungsunterschiede zwischen Russland und NATO kaum zu überwinden. Ein Mitspracherecht bei der NATO-Erweiterung, wie es sich Russland vorstellt, wird es nicht geben. Wichtig sei es, dass der Westen mit Russland in Kontakt bleibe.
Wesentlicher Zankapfel ist die Ukraine: Wahrscheinlich hat Russland nicht nur Angst vor einer NATO an der Haustüre, zusätzlich würde ein demokratisches Land mit Wohlstand an der Grenze zu Russland stören. Westliche Lebensgewohnheiten könnten überschwappen. Daher ist auch ein Beitritt der Ukraine in die EU nicht im Sinne Russlands.
Eigentlich müsste man meinen, der Ukraine-Konflikt wäre ein europäisches Problem. Die EU überlässt die eigene Sicherheitspolitik der amerikanisch geführten NATO und duckt sich weg, beteiligt sich aber an Sanktionen gegen Russland. Es kümmert die EU gar nicht, dass sich im südöstlichen Europa ein militärisches Vakuum befindet, anscheinend sind nur Wirtschaftsbeziehungen entscheidend.


Oberst i.R. Kurt Gärtner, 4600 Wels

Aufgerufen am 25.05.2022 um 01:39 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/differenzen-zwischen-russland-und-nato-115428694

Schlagzeilen