Leserbrief

Durch mangelnde Planung in Notlage

Es erschreckt mich, dass im Jahr 2019 in den Bergen Österreichs 11.990 Personen tot, verletzt bzw. unverletzt geborgen werden mussten. Ob erfahren oder unerfahren: Sehr oft ist es Selbstüberschätzung oder man achtet nicht genug auf das Wetter und die Verhältnisse. Mangelnde körperliche Fitness sind ebenfalls Hauptgründe für Unfälle.
"Viele Bergsteiger glauben, einfach alles ist machbar", sagt der Tiroler Extrembergsteiger Peter Habeler an. "Der Respekt vor der Natur fehlt heute", konstatiert er. "Die beste Ausrüstung ist allerdings nutzlos, wenn sich der Mensch unbedacht in Gefahr begibt", warnt Habeler.
Im Zeitalter des Handys fühlt sich außerdem so mancher sicher, weil er meint, jederzeit einen Hubschrauber rufen zu können, der ihn aus einer Notlage befreit. Die Routen sollten stets dem eigenen Können und nicht nur dem Wollen angepasst sein. Leichtsinn hat in den Bergen nichts verloren!

Ing. Harald Schober, 8160 Weiz

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