Leserbrief

E-Fahrzeuge: Anreize fehlen

Die Politik drängt auf Umstellung zu E-Autos, um die Kyoto-Ziele zu erreichen, um die drohenden Strafen zu entgehen. Es besteht derzeit kein Anreiz, aufgrund des Chaos in den öffentlichen Ladestationen auf E-Fahrzeuge umzustellen.
Um den Energieüberschuss in der Nacht zu nutzen, werden Pumpspeicherkraftwerke mit Fördermitteln gebaut, um unter anderem billigen Atomstrom zu verwenden und daraus nachhaltigen Öko-Strom aus Wasserkraft zu erzeugen. Warum steht dieser billige Nachtstrom nicht der Bevölkerung zur Verfügung?
Derzeitig ist es nicht rentabel, aufgrund hoher Kosten Nachtstrom zu verwenden. Von keinem Stromanbieter wird ein vergünstigter Nachtstrom angeboten.
Nehmen wir das Beispiel Italien. Hier gibt es für jeden Verbraucher einen äußerst günstigen Nachtstromtarif ohne Ansuchen und ohne Zweitarifzähler täglich ab 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr und am Wochenende ganztägig.
Die effektiven Stromkosten sind ca. 2/3 billiger!
Moderne Haushaltsgeräte und auch E-Fahrzeuge können über Zeitprogramme gesteuert werden.
Dieser umweltschonende große Vorteil entlastet die teuren Stromspitzen am Tag und der Stromverbrauch wird besserzeitverteilt.
Geschätzte 60 Prozent der Autobesitzer hätten die Möglichkeit, zu Hause aufzuladen, wodurch ein enorme Anreiz zur Umstellung auf E-Fahrzeuge gegeben wäre.
Die Politik ist aufgerufen, entsprechende Anreize für die fahrende Bevölkerung zu schaffen, anstatt in weiteren enorm teuren Pumpspeicherkraftwerken zu investieren, die sich erst vielleicht in Jahrzehnten amortisieren.

Gerhard Enn, 5721 Piesendorf

Aufgerufen am 21.01.2021 um 07:43 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/e-fahrzeuge-anreize-fehlen-84097894

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