Leserbrief

Eigenverantwortung gegen Starrsinn

Brennende Wälder, schmelzende Polkappen, Artensterben und Ökosysteme voller Plastikmüll sind den Vertretern der altehrwürdigen Wirtschaftskammer und ihrem eineiigen Zwilling, der Österreichischen Volkspartei nicht genug Indizien dafür, dass unsere Art des Wirtschaftens dringend geändert werden muss. Stattdessen wird dazu aufgerufen, weiter hinzuwarten, bloß nichts zu überstürzen, denn Priorität müsse nun die Genesung der Ökonomie nach der Coronapandemie haben: quasi die Rückkehr zum Alten. Da können aus den Reihen der Grünen noch so viele Vorschläge und Impulse kommen, die ÖVP verharrt starr wie die Frisur ihres Parteiobmanns. Dass es hier um nicht weniger als die Zukunft dieser und kommender Generationen geht, scheint bis zur türkisen Regierungsspitze noch nicht durchgedrungen zu sein. Die warnenden Stimmen aus der Forschung und die immer lauter werdenden Proteste der Fridays-for-Future-Bewegung verhallen ungehört. Es braucht wohl auch in diesem Bereich mehr Eigenverantwortung, damit sich endlich etwas tut.


Michael Santner, 5300 Hallwang

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