Leserbrief

Eigenverantwortung und Selbstdisziplin

Zu "Corona-Kapazunder an die Macht!" (SN vom 2. 11.):

Sehr geehrter Herr Purger,

Sie schafften es mit Ihrer Kolumne über die "Pandemie"-Experten Schröcksnadel & Compagnie, mich wieder ein bisschen mit der Journalistenzunft zu versöhnen. Ist doch aus vielen Artikeln nur mehr Negatives über die jeweils getroffenen Maßnahmen zu vernehmen. Wie leicht ist es doch, vom Redakteursschreibtisch aus, noch leichter aus dem Schmollwinkel des Oppositionspolitikers (Oppositionspolitikerinnen sind inkludiert) oder gar von für den Skirennsport präparierten Winterlandschaften aus Weisheiten zu verbreiten und die für die Coronamaßnahmen Verantwortlichen zu kritisieren.

Diese sollen nach Meinung der Kritiker im Rekordtempo gesetzliche Regelungen erlassen, die dann auch allfällige Anfechtungen durch den VfGH überstehen. Dabei sollen die Verordnungen zugleich für jedermann klar und deutlich verstehbar sein. (Allen, die es noch nicht probiert haben, sei die Lektüre eines Gesetzestextes empfohlen! Die Straßenverkehrsordnung böte sich zum Einstieg an.)

Keiner von uns hat bisher eine derartige Pandemie erlebt. Ich persönlich möchte nicht mit einem der derzeit verantwortlichen Politiker tauschen.
Eigenverantwortung und Selbstdisziplin sind uns offenbar massiv abhandengekommen und nur allzu leicht fühlen wir uns in unseren Rechten beschnitten. Wir sollten einmal auch über allfällige Pflichten nachdenken.

Josef Atmann, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 28.11.2020 um 06:19 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/eigenverantwortung-und-selbstdisziplin-95250316

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