Leserbrief

Ein Antrag auf die Regulärarbeit . . .

"Überfordert? Erschöpft? Gestresst?" So ein Slogan der Salzburger Gesundheitskasse, der wohl in den eigenen Reihen Platz findet. Kürzlich wollte ich bei der ÖGK eine Wahlarztrechnung einreichen. Die Behörde war wegen der Coronakrise geschlossen, davor befand sich aber ein Ständer mit diversen Anträgen. Nachdem mein Antrag nicht mehr vorrätig war, bat ich den herbeigerufenen Sicherheitsbeamten, fehlende Anträge am Ständer nachzuschlichten. Dieser meinte nur lapidar, ich müsse in so einem Fall anrufen. Gesagt, getan, nach langer Wartezeit meldete sich eine Mitarbeiterin: "Anträge gibt es auf der Homepage oder per Post." Mein Hinweis "Ich stehe vor der Tür der Kassenzentrale" wurde ignoriert. Während des Telefonats beobachtete ich den Wachmann durch die Glasscheibe. Er saß nur da und hatte nichts zu tun. Weder er noch ein Mitarbeiter der Krankenkasse sahen sich in der Lage, Anträge vor die Tür zu bringen. An diesem Tag befanden sich viele ratlose Bürger vor der Kassenzentrale, die dieses Verhalten nicht nachvollziehen konnten.

Wenn das so weitergeht, muss man sich überlegen, die nicht benötigten Corona-Sonderkrankenhäuser in Nervenheilanstalten umzuwandeln.


Gerhard Bröderbauer, 5020 Salzburg

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