Leserbrief

Ein großes Dankeschön an die Palliativstation

Im März/April 2018 verbrachte meine betagte und schwerstkranke Mutter in der Palliativstation des LKH Salzburg die letzten Wochen ihres Lebens. Nachdem ihre Aufnahme (als Akut-Patientin) zunächst auf einer anderen Station alles andere als zufriedenstellend verlief und dort Dinge passiert sind, die des LKH nicht würdig sind, geschah nun - am Ende ihres Lebens und als sie endlich auf der Palliativstation Aufnahme fand, nahezu ein Wunder an Menschlichkeit, Wohlwollen und Professionalität: Liebevoll umsorgt - medizinisch wie auch menschlich - von der fantastischen Ärztin, Dr. Veronika Faber, und ihrem ebenso wunderbaren Team aus Schwestern und Pflegern. Wir warteten in dieser Zeit auf das Freiwerden eines Platzes im Raphael-Hospiz, aber der Tod arbeitet halt nicht "auf Bestellung", es wurde kein Platz frei, trotz des ständigen guten Kontaktes zwischen Palliativstation und Hospiz. So wurde Unmögliches möglich gemacht, und meine Mutter durfte auf der Station bleiben bis "zuletzt". Als ich die letzten 10 Tage ihres Lebens dann rund um die Uhr bei meiner Mutter war, wurde auch mir als begleitender Angehöriger jede Art von Hilfe zuteil, die ich mir nur wünschen konnte - sowohl in fachlicher als auch in menschlicher Hinsicht.
Das Sterben hat auch ein schönes Gesicht, ein friedliches - trotz allem Kampf und trotz aller Traurigkeit und Verzweiflung, die dieser Einsicht vorausgehen.
Ein großes, ein ganz großes Dankeschön an alle, die das möglich gemacht haben. Und auch ein Dankeschön an die Hospizbewegung Salzburg, bei der ich vor einigen Jahren selbst die Ausbildung zur Trauer- und Sterbebegleiterin machen konnte - es hat mir enorm dabei geholfen, meine Mutter gut bis zuletzt begleiten zu können.

Andrea Kurz, 5301 Eugendorf

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