Leserbrief

Ein Jahr türkis-blaue Regierung - Eine Betrachtung

Die SN widmen sich in ihrer Ausgabe vom 15.12.18 sehr ausführlich der Regierungsarbeit für das abgelaufene erste Jahr. Es ist die feine mediale Umgangsform, wie man mit Licht und Schatten der Koalition umgeht. Aufgabe der Demokratie ist, gesellschaftspolitische Gegensätze so zu bündeln, das diese im Konsens getragen werden. Völlig klar ist, allen Menschen recht getan, ist eine Kunst die niemand kann. Dies darf aber nicht dazu führen, nach Strich und Faden über Gegenmeinungen hin wegzuwischen und sich in Selbstlob zu baden. Selbstlob stinkt, sagt uns eine alte Volksweisheit.
Gegenseitiger Respekt ist wohl das oberste Gebot, nur Verbalradikalismus polarisiert und so werden Politiker zu Totengräber der Demokratie. Das Wahlvolk muss sich bewusst werden, was ist mir das Mitbestimmungsrecht wert, das heißt wir brauchen Brückenbauer zum Wohle des Volkes.
Ja Änderungen - Anpassungen - sind schon durch die raschen gesellschaftspolitischen Herausforderungen unumgänglich, nur sollen diese im größtmöglichen Konsens erfolgen und nicht im Husch-Pfusch auf gesetzliche wackeligen Beinen. Bei allem Respekt, kann die Arbeit nicht davon geprägt sein "wer nicht für uns ist, ist gegen uns". Sebastian Kurz, so sehr ich ihn schätze, ist gerufen, eine klare rote Linie zu definieren.


Helmut Auer, 5071 Wals

Aufgerufen am 04.12.2020 um 07:16 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/ein-jahr-tuerkis-blaue-regierung-eine-betrachtung-62676118

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