Leserbrief

Eine Frage der Prioritäten

Da beißt mich doch der Storch. War nicht noch vor wenigen Monaten ein Ex-Ex-Kanzler namens Sebastian Kurz (und dann auch noch der Busenfreund Herr Blümel) vor die Presse getreten, um uns mit zu teilen, dass nun, seit der Geburt des Kindes sich die Prioritäten geändert haben! Unrasiert und völlig dem Vaterglück ergeben, wurde uns versichert, dass sich ab nun um die Familie gekümmert wird.
Jetzt arbeitet Kurz als "Pendler" zwischen Kalifornien und Wien, und gründete gerade eine Firma. Vielleicht will ihn ja keiner zu Hause, weil man ja doch gerne ein gutes, ehrliches Vorbild für seine Kinder hätte, und nicht einen Wendehals der politischen Extraklasse.
Wie schon zu politisch aktiven Zeiten war das alles Schall und Rauch, Lüge und Blendung.
Mich überrascht das nicht, nur möchte ich den Menschen, die immer noch glauben, Kurz ist zu unrecht nicht mehr Bundeskanzler, die Frage stellen: Beobachtet ihr das Geschehen nicht oder seid ihr auf einem Auge blind? Postromantisieren ist in diesem Fall der falsche Weg.
Gut, dass er/sie weg sind, ob es die anderen besser machen, weiß ich nicht, aber zumindest wird die Hürde, es schlechter zu machen, relativ schwer zu überwinden sein.


Roman Bader, 5166 Perwang am Grabensee

Aufgerufen am 25.05.2022 um 04:52 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/eine-frage-der-prioritaeten-116094889

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