Leserbrief

Einmal muss begonnen werden

Da beschließt eine Mehrheit im Salzburger Gemeinderat eine Beschränkung der Durchfahrtsmöglichkeit des Neutors für den Privatverkehr. Wegen dieses Beschlusses ist nicht nur Feuer am Dach des Polithimmels, sondern auch bei Teilen der Bevölkerung. In der öffentlichen und medialen Diskussion werden Pro und Contra leider auch viel Unzutreffendes und Populistisches angeführt. Worum geht es denn aber wirklich: Es geht doch darum, den Kernbereich mit seinen z. T. historischen Bauten unserer wunderschönen Altstadt für Fußgänger und Besucher noch mehr erlebbar zu machen und da stört natürlich der private Durchzugsverkehr. Spricht man mit Salzburgern, die oftmals in Italien verweilen, werden die weitläufigen Fußgängerzonen in Altstädten besonders positiv hervorgehoben. Dort scheint's zu funktionieren, nur bei uns geht's leider nicht und wird mit zum Teil hahnebüchernen Argumenten eine wirtschaftliche Weltuntergangsstimmung an die Wand gemalt. Dass es funktionieren kann, beweisen die in den letzten Jahren baulich bedingten Durchfahrtssperren in Teilen des Stadtgebietes. Nirgendwo war Chaos. Vorausgesetzt einer funktionierenden Regelung für die Wirtschaftstreibenden und Bewohner der Altstadt, einer sinnvollen Gestaltung der Plätze sowie einer Evaluierung dieser beschlossenen Maßnahme sollte es funktionieren. Probieren wir's und geben den Fußgängern und Besuchern die schönen Plätze unserer kleinräumigen Altstadt zum Flanieren und Verweilen zurück. Einmal muss begonnen werden.

Hans Auer, 5061Elsbethen

Aufgerufen am 26.01.2021 um 06:19 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/einmal-muss-begonnen-werden-66702376

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