Leserbrief

Entscheidung über ÖSV-Nachfolge

Welch eine Aufregung vor einigen Tagen, als uns der "Stern" als Bananenrepublik tituliert hat. Wenn ich mir die Posse rund um die Nachfolge des ÖSV- Langzeitpräsidenten anschaue, dann wäre ich gern in einer Bananenrepublik, weil dann hätten wir keinen Skiverband. Nicht nur im benachbarten Ausland lachen sie schon über die Ösis. Es ist schon erstaunlich, wenn der scheidende Präsident zwar immer behauptet, sich in die Nachfolge nicht einzumischen, aber zwischenzeitlich vier Gegenkandidaten für Michi Walchhofer aus der ÖSV-Haube zaubert. Enttäuschend für mich dabei die Rolle von Frau Götschl. Wiewohl ich ihr das Präsidentenamt sehr wohl zugetraut hätte, denke ich, war sie schlecht beraten, sich vom Noch-Präsidenten aufstellen zu lassen.

Jetzt gibt's aber doch eine Lösung und wurde der fünfte Gegenkandidat für Walchhofer gefunden. Falls die Entscheidung über die Nachfolge tatsächlich von den Landesverbänden mittels Stimmrecht ausgehen würde, dann hätte man von vornherein den Salzburger ausscheiden können. Vermutlich geht die Macht aber doch von einem scheidenden Präsidenten aus, der trotz aller Beteuerungen nicht loslassen kann, oder sind es rein wirtschaftliche Interessen?


Mag. Manfred Gebhard, 5340 St. Gilgen

Aufgerufen am 17.01.2022 um 12:37 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/entscheidung-ueber-oesv-nachfolge-104016265

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