Leserbrief

Entscheidungsfreiheit mehr wertschätzen

Zum Artikel "Ein Atheist über religiöse Rätsel" (SN, 2. 5.).

Fraglos entspricht unschuldiges Leid der Erfahrung der meisten, wenn nicht aller Menschen. Was aber ist die Wurzel desselben? Ist dieses Leid nicht meist dem Umstand geschuldet, dass der Mensch keine automatisch handelnde Maschine ist, sondern Herr seiner Entscheidungen? Ist das Leid unschuldiger Menschen nicht häufig bedingt durch die menschliche Unvernunft? Wie oft handelt man fahrlässig, weil man keinen Gedanken an die langfristigen Folgen der Entscheidungen, des Tuns verschwendet hat? Wollen wir aber dem Schöpfer-Gott wirklich vorwerfen, dass er uns diese Freiheit der Entscheidung gegeben hat? Ist diese Freiheit nicht die Quelle unseres Verstehens der Erde, des Menschen, der Natur? Lernen wir durch dieses Verstehen nicht, wie großartig die Natur ist und wie großartig und bewundernswert ihr Schöpfer ist?

Klaus Radunsky, 1010 Wien

Quelle: SN

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