Leserbrief

Ergebnisse der Bischofskonferenz in Rom

Papst Franziskus hat in seiner Abschlussrede den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Geistliche und dessen Vertuschung scharf verurteilt. Diese klaren Worte sind zu begrüßen und schon längst überfällig. Konsequenzen wurden jedoch meiner bisherigen Wahrnehmung nach keine beschlossen. Für mich stellen sich daher einige Fragen:
- Wurde bei dieser Konferenz auch über Ursachen dieser unmenschlichen Handlungen gesprochen? Was wird an den Machtstrukturen und der Hierarchie in der katholischen Kirche geändert oder dominiert nach wie vor der Klerikalismus? Bleibt die Verpflichtung zum Zölibat für alle nach wie vor aufrecht?
- Welche Konsequenzen sind für die Täter vorgesehen? Werden sie wie bisher oft nur versetzt oder in Orden und andere kirchliche Einrichtungen abgeschoben bzw. mit anderen Aufgaben betraut?
-"Es muss vor der Entscheidung über konkrete Maßnahmen erst ein weltweit einheitliches Bewusstsein geschaffen werden": Gelten nicht weltweit für alle Priester und Ordensleute die klaren Botschaften von Jesus als Grundlage ihres Glaubens und Handelns, niedergeschrieben in der Bibel in den einzelnen Evangelien?


Die Opfer erwarten sich nicht nur einfühlsame Worte wie: "Ich glaube Ihnen", sondern auch eine radikale Veränderung in den Machtstrukturen der katholischen Kirche.


Hans Riedler, 4040 Linz

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