Leserbrief

Erinnern braucht Kultur

Ganz ohne Zweifel: Hans Makart hat es verdient, dass ein bekannter Steg nach ihm benannt wurde. Mir scheint allerdings die Diskussion um die Umbenennung des Makartstegs "zu Gunsten" von Marko Feingold eher eine "Alibihandlung" und "Augenauswischerei" zu sein, wohlwissend, dass der Makartsteg als solcher fest im Gedächtnis und Sprachgebrauch der Bevölkerung verankert ist und sich daran in Zukunft auch nicht Wesentliches ändern würde.
Warum nicht die "Churfürststraße" ändern? Erinnert sie doch an Churfürst Ferdinand III. von Toscana. Der zwar einige Reformen nach Salzburg brachte, aber auch Büchereien wieder verbot und 1805 vor den französischen Truppen an den Wiener Hof floh. Und ganz nebenbei einen Großteil des Salzburger Domschatzes mitnahm.
Sehr geehrte Stadtväter und -mütter. Es liegt an Ihnen, den Grundstein für eine solidarische Erinnerungskultur, die nicht nur lange verstorbene Personen einschließt, weiterzulegen.

Armin Rauter, 5400 Hallein

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