Leserbrief

Erweiterung der Mönchsberggarage

Das Bundesland Salzburg hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 CO2-neutral zu werden. Die erste Etappe der CO2-Reduktion, die für 2020 angesetzt wurde, ist gescheitert, insbesondere aufgrund der stetigen Zunahme des Verkehrs. Doch anstatt mit gutem Beispiel voranzugehen, setzt die Stadt Salzburg auf Parkplätze: Obwohl alle Fakten zum Klimawandel auf dem Tisch liegen, hält die Stadt unvermindert am Ausbau der Mönchsberggarage fest - die nichts anderes bedeutet als ein Bekenntnis zum motorisierten Individualverkehr.

Seit 1990 sind in Salzburg die CO2-Emissionen des Verkehrs um fast 85 Prozent gestiegen. Am 3. Dezember 2019 war in den "Salzburger Nachrichten" zu lesen: "Die Verkehrszunahme macht in Salzburg Einsparungen bei Heizungen und
Industrie zunichte." Expert/-innen sind sich einig, dass eine Erweiterung der Mönchsberggarage noch mehr Verkehr in die Stadt ziehen wird - ein Phänomen, das sich immer
wieder zeigt, wenn es um die Effekte von Parkplätzen oder besser ausgebaute Straßen geht. Ganz abgesehen von den Kosten von 26 bis 28 Millionen Euro, die gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie bestimmt sinnbringender zu investieren sind. Ein zukunftsfittes Salzburg braucht keine Mönchsberggarage.


Mag. Bettina Berger, DI Julia Dressel, Mag. Nina Köberl, Dr. Birgit Bahtic-Kunrath, E.MA,, Klimavolksbegehren - Regionalgruppe Salzburg

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