Leserbrief

Es geht nur gemeinsam

... mit uns! Als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus und sagte zu ihnen: "Friede sei mit euch!" Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen (nach Joh. 20).

"Der Friede Gottes sei mit Euch!" beten im eucharistischen Gottesdienst die meisten Priester und wiederholen somit die Worte Jesu.

Nur wenige Priester verändern und beten: "Der Friede sei mit uns!" Diese Einsicht, dass Kirche wir alle sind, und somit auch der Klerus um den Frieden Gottes zu bitten hat, fehlt in so manchen Pfarren.

Und dass Friede als Synonyme auch Einsicht, Verständnis, Versöhnung und auch Einvernehmen bedeutet, kommt durch das "mit Euch" schwer zum Ausdruck.

Würde in der Amtskirche und in der Mehrzahl der Priester das Verständnis für diese Synonyme vorhanden sein, müssten sich diese wegen der vielen selbstgeschaffenen Grauslichkeiten nicht immer verteidigen, müssten ihre Selbstherrlichkeit nicht mehr zur Schau stellen und müsste über so manch Selbstverständliches, wonach das Volk Gottes schreit, nicht erst in Arbeitskreisen diskutiert werden. Die Notwendigkeiten werden ohnedies dort nur zerredet und der Vatikan verschließt verständlicherweise die Ohren zum gläubigen Volk. "Friede" im Sinne von "Einsicht" besteht nämlich nicht einmal innerhalb des Klerus.

Karl Glaser, 4963 St. Peter am Hart

Aufgerufen am 27.09.2020 um 12:48 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/es-geht-nur-gemeinsam-83456140

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