Leserbrief

Es sollte ein Europa der offenen Grenzen sein.

Es sind zwar zwei Paar verschieden Schuhe, die Grenzkontrollen und die Abschiebung von Lehrlinge, aber beide zeugen von einer Politik, die abgehoben und fern jedes Hausverstandes agiert und auch den/die geduldigen Bürger/-in zum Wutbürger/-in werden lässt.
Es sollte ein Europa der offenen Grenzen sein, aber die Bayern/Deutsche
beharren auf ihrem Standpunkt "Mir san mir" und negieren jahrelang alle Argumente der Salzburger/Österreicher. Die Millionen Verluste der Wirtschaft, der Ärger der betroffenen Bevölkerung herüben und drüben, der permanente Schaden für den Tourismus, lässt die deutschen Politiker einfach kalt. Sie spielen weiter Katz und Maus. Da kann man nur zornig den Kopf schütteln und Einkäufe als stillen Protest im Grenzland verweigern.
Im zweiten Fall geht es um den Kampf eines engagierten Wirtes um die so notwendigen Lehrlinge in einem Mangelberuf. Das Verständnis für
die sture Drüberfahrpraxis der Regierung ist wohl kaum vorhanden. Die österreichische Jugend macht einen weiten Bogen z.B. um den aufreibenden Beruf des Koches. Aus der Not geboren, will ein Wirt ausländische, willige, gut integrierte junge Menschen ausbilden. Jede der einmal ausgebildet hat, weiß was für
persönlicher Einsatz erforderlich ist, den jungen Menschen nicht nur das
Fachwissen sondern darüber hinaus viel Wissen und Verhaltensweisen im Leben zu vermitteln. Schon bei Einheimischen schwer, erst bei teilweise durch Erlebnisse in Heimatland traumatisierte jungen Menschen, eine schwer lösbare Aufgabe. Daher ziehe ich den Hut vor dem mutigen Wirt. Nicht den Hut ziehe ich vor der abgehobenen Politik der Bayern/Deutschen und der sturen österreichischen Regierung.

Rudolf Ratzenberger, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 20.11.2019 um 10:50 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/es-sollte-ein-europa-der-offenen-grenzen-sein-69851581

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