Leserbrief

Es wird ein bisserl weh tun müssen

Ohne Schmerzen wird die Klimaerwärmung nicht abzuwenden sein. Es wird der Frächter leiden, wenn die Bahn billiger und kräftig gefördert wird, der Autofahrer, wenn Treibstoffe teurer (Dieselprivileg), keine Straßenbauprojekte mehr durchgeführt und, oh Schreck, Parkplätze zu Radwegen umgebaut werden.
Wir werden Pfandflaschen aus Glas schleppen müssen, weniger Werbung auf Papier bekommen, weniger Fleisch essen, weniger fliegen.
Es werden nur kleine, leistungsarme Elektroautos gefördert werden, auf Landstraßen darf man maximal 80 km/h, auf Autobahnen maximal 110 fahren.
Die Politik der EU und Österreichs ist gefordert, intensiv in diese Richtung zu arbeiten, als Paradebeispiel, dass es geht und sogar wirtschaftlich Vorteile bringen kann. Wenn keiner anfängt, geschieht gar nichts.
Aber nicht zu zaghaft. Sonst wäre es so, wie wenn ein Auto mit hoher Geschwindigkeit unlenkbar auf eine Betonwand zufährt. Bremsen wir ein bisschen? Es soll nicht weh tun!
Und dann kracht's. In dem Moment beginnt eine neue Steinzeit.

Gerhard Koller, 6176 Völs

Aufgerufen am 24.10.2021 um 09:16 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/es-wird-ein-bisserl-weh-tun-muessen-107289913

Schlagzeilen