Leserbrief

Etwas Presley

Zum Leserbrief "Freiheitsmadaille für Elvis Presley" von Petra Buchner, SN vom 12. 11.:

Elvis Presley ist ja eine Art unsterblicher US-Präsident, der Amerika nach wie vor großartig repräsentiert.

Zum Slogan "America first" passt allerdings der schier unglaubliche Umstand, dass Elvis im Gegensatz z.B. zu Bill Haley kein einziges Mal außerhalb der USA ein Konzert gegeben hat. Eine Begründung dafür könnte sein, dass die Bühnentechnik der 50er und 60er Jahre mit der damaligen Studiotechnik noch nicht Schritt halten konnte.

Elvis hatte sich ziemlich rasch vom kompromisslosen Rocker, der mit 1-Akkord-Stücken wie "Tutti Frutti" ganze Generationen zu Gitarristen machte, zum High-Tech-Hit-Lieferanten mit raffinierten Chor- und Bläsersätzen entwickelt, die erst ab Anfang der 1970er Jahre auf den großen Bühnen Las Vegas mit seinen perfekten Musikern überzeugend live umsetzbar waren.

Ebenso unglaublich, aber wahr: Elvis gab niemals Zugaben. "Elvis has left the building", hieß es dann lapidar am Ende eines jeden Konzerts über die Lautsprecher.

Ricci Bock, Innsbruck

Aufgerufen am 30.11.2020 um 06:00 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/etwas-presley-62711419

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