Leserbrief

Fahren im hohen Alter

Gesetzlich wird es nach wie vor abgelehnt, Personen im hohen Alter auf ihre Fahrtauglichkeit zu prüfen. Nun hat ein 90-jähriger Fahrer ein vierjähriges Mädchen tödlich verletzt, was keinesfalls ein Einzelfall ist, weil er offensichtlich nicht mehr in der Lage war, Herr über sein Fahrzeug zu sein. Wenn auch die Statistik besagt, dass ältere Autofahrer nicht unbedingt mehr Unfälle verursachen, so ist es aus eigener Erfahrung eine Tatsache, dass es bei Autounfällen mit Beteiligung von Fahrern, die ein sehr hohes Alter aufweisen, dann aber zu schwerwiegenden Schäden kommt. Tatsache ist, dass die Reaktionsfähigkeit, die Beweglichkeit und die Einschätzung der Verkehrssituation im höheren Alter eindeutig abnimmt. Ich finde es daher unverantwortlich, Personen im höheren Alter nicht auf ihre Verkehrstauglichkeit zu überprüfen. In anderen Ländern wird das schon lange praktiziert (z.B. Madeira, ab 50 Jahren ist der Führerschein neu abzulegen). Es müssen also anscheinend weiter sinnlos Menschen sterben, weil die Politik offenbar keine Änderung vornehmen will. Mein Beileid gilt den Hinterbliebenen, die nun mit diesem schweren Verlust weiterleben müssen.

Christine Valenta, 5111 Bürmoos

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