Leserbrief

Fairer Milchpreis und die Natur blüht

Vor 50 Jahren kosteten 1 l Milch und 1 l Bier gleich viel! Würde dieser gerechte Milchpreis heute noch gelten, dann hätten Landwirte keine Existenzsorgen und könnten wieder extensiv (umweltfreundlich) bewirtschaften. Eine erste spätere Mahd lässt wieder Blumenwiesen erblühen, stoppt das Insektensterben und den Artenschwund, Wiesenvögel haben einen Brutplatz und genügend Insektennahrung.
Heumilch aus diesen bunten Blumenwiesen wäre beste Qualitätsmilch (jede Blume eine Apotheke, mit doppelt so viel Omega-3-Fettsäuren wie Standardmilch). Für Qualitätsprodukte aus Blumenwiesen
und zur Erhaltung einer reichen Pflanzen- und Tierwelt ist ein gerechter Milchpreis (mindestens einen Euro pro Liter für den Landwirt) mehr als gerechtfertigt und die Bereitschaft des Konsumenten, mehr für Milch zu zahlen, gegeben. Eine Investition, die die Existenz unserer Bergbauern sichert, mit enorm positiver Auswirkung für die Artenvielfalt.
Das Land Salzburg sollte als Vorbild für ein Umdenken in Brüssel vorangehen, indem es den Erhalt unserer Blumenwiesen besonders fördert und sich für einen gerechten Milchpreis einsetzt.
Es gibt noch viel Geld im EU-Topf, das nicht abgeholt wird!


VD i. R. Werner Kommik, 5582 St. Michael

Aufgerufen am 28.10.2020 um 10:36 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/fairer-milchpreis-und-die-natur-blueht-68577469

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