Leserbrief

Falsche Ehrenbekundung

Die Stadtobersten sollten sich was schämen, mit über 25.000 Euro Steuergeld ein Ehrengrab eines Nazis zu finanzieren. Hans Schmid hatte eine niedrige NSDAP-Mitgliedsnummer, damit war er auch schon früh ein bekennender Nazi. Er war somit ein Gegner der Demokratie und auch der Republik. Zum Ansehen von Salzburg trägt Hans Schmid nach diesen Erkenntnissen nicht mehr bei und die Stadt Salzburg mit der Würdigung Hans Schmids durch das Ehrengrab und Beibehaltung vieler belasteter Straßennamen auch nicht. Die Kampagne der Stadt "88-gegen-rechts" mit dem Spruch "Salzburg ist eine Menschenrechtsstadt und diesem Ruf muss man gerecht werden - dazu sind gesellschaftspolitische Maßnahmen notwendig." war wohl nur ein Lippenbekenntnis. Eine Maßnahme durch ÖVP, FPÖ und SPÖ wäre es, dieses Grab nicht zu verlängern, sondern Opfergräber zu unterstützen.


Matteo Matz Gebhart, Vorsitzender Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen, Landesverband Salzburg

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