Leserbrief

Festspiele in Coronazeiten

Zu "Festspielbesucher sitzen heuer im Schachbrettmuster" (SN vom 27. 6.):

Zunächst ist es sehr zu begrüßen, dass heuer überhaupt Salzburger Festspiele - wenn auch in etwas reduzierter Form - stattfinden. Allen Initiatoren gilt daher uneingeschränktes Lob.

Doch mit Bekanntwerden der Bedingungen, die einen Besuch ermöglichen sollen, sank unsere Freude gegen null. Es fehlt gerade noch die verpflichtende Vorlage eines maximal vier Tage alten negativen Testzeugnisses, um bei asiatischen demokratiefeindlichen Verhältnissen zu landen. Warum die Übererfüllung derzeitiger Regeln? Die Corona-App ist dagegen ein Lercherl. Wenn ich krankheitshalber oder wegen eines Todesfalls den Besuch einer Veranstaltung nicht wahrnehmen kann, so ist keine Übertragung der Eintrittskarten möglich! Geht's noch?

Man könnte doch die neue Identität vor Ort festhalten. Aber wahrscheinlich schätzt man den Aufwand dafür als zu hoch ein. Lieber das Ticket verfallen lassen? Geld zurück?

Nein, leider müssen meine Frau und ich für heuer passen. Ob's 2021 liberaler zugehen wird? Es ist zu hoffen, denn die jetzige Lösung ist unverdaulich.

Inge und Ulrich Schafranek, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 24.01.2021 um 08:55 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/festspiele-in-coronazeiten-89613013

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