Leserbrief

Finanzierungsarten in einer Statistik darstellen?

Die jahrelange Misere um den Wohnbau - geteilt in den geförderten und frei finanzierten Wohnbau - geht munter weiter und strebt einem weiteren Höhepunkt entgegen. Es kann ja nicht so schwierig sein, die Finanzierungsarten in einer Statistik darzustellen, denn alle Bauvorhaben sind ja über eine Einreichplanung behördlich zu genehmigen. Desweiteren könnte die Statistik Auskunft darüber geben, in welchen gewerblichen und gemeinnützigen Händen der soziale Wohnbau abgewickelt wird,
da kann man dann leicht feststellen, dass der frei finanzierte Wohnbau günstiger herzustellen ist, als der geförderte Wohnbau. Außerdem ist die Freigabe der Fördermittel auch an die gewerblichen Bauträger auch ein Grund dafür, dass die Grundstücke für die Gemeinnützigen eher knapp werden. Ein weiterer Grund ist - und das könnte ebenfalls statistisch gelistet werden - dass die Gewerblichen mehr für die Grundstücke zahlen und dann beim Bauen sparen, was bei den Gemeinnützigen durch ihren aufgeblähten und überzahlten Verwaltungsapparat unmöglich ist. Eine merkwürdige Rolle im Zusammenhang mit dem Wohnbau spielt der EA (Energieausweis), der ja die Grundlage für die energetische Planung eines Gebäudes darstellen soll. Nach Expertenmeinung für die Erstellung des EA sind diese beim Neubau zu 20 Prozent und beim Umbau zu 50 Prozent falsch. Noch ein Umstand sollte zu denken geben, dass die aktuelle Software in Zeiten der weltweiten Digitalisierung gar nicht in der Lage ist, eine thermische Bauteilaktivierung ergebnisorientiert abbilden zu können.


Architekt em DI Christian Hirl, 5081 Anif

Aufgerufen am 25.11.2020 um 01:19 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/finanzierungsarten-in-einer-statistik-darstellen-82946896

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