Leserbrief

Flughafen Salzburg

Vor Kurzem war ein Kommentar zu einem Zeitungsbericht zu lesen, dass man billig Grundstücke im Nahbereich des Flughafens kaufe und sich danach über die Lärmbelastung aufrege. Das mag zum Teil zutreffen. Jedoch nicht an der Moosstraße. Die meisten Grundstücke sind seit "ewig" im Besitz der Familien. So auch unser Grundstück, seit fast 100 Jahren.

Was uns der Flughafen aber seit Jahren "bietet", geht sehr an die Grenzen der Belastbarkeit. Die letzten Wochenenden waren eine Zumutung. Ständige Flüge fast über unsere Dächer, im Minutentakt. Dazu kommt, vor allem an schönen Tagen, die Belastung mit unzähligen Kleinflugzeugen, die uns "gefühlt" beim Grillen auf den Teller schauen und das Nickerchen im Garten an sonnigen Tagen jäh unterbrechen.
Um das Ganze abzurunden sind dann noch die vielen Flüge der Hubschrauber von Flugrettung, Polizei und den privaten Heli-Dienstleistern, die ihr Knattern zum idyllischen Gartengenuss beitragen.

Wir haben uns bisher mit der Situation abgefunden und uns gesagt, das muss so sein. Doch wenn man, so wie ich vor zwei Wochen mit einem grippalen Infekt das Bett hüten möchte und den Schlaf zu Gesundung braucht, aber immer wieder vom Fluglärm, trotz geschlossener Fenster, aus diesem gerissen wird, ist wohl eine Grenze überschritten worden.

Zwar will ich den "Salzburg Airport" nicht in Frage stellen, muss aber doch feststellen, dass das Wohl der seit Jahrzehnten angesiedelten Bevölkerung nicht über das vor allem wirtschaftliche Wohl gestellt werden kann. Leben und leben lassen.


Peter Oberascher, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 27.01.2021 um 10:07 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/flughafen-salzburg-83448892

Kommentare

Schlagzeilen