Leserbrief

Förderung der E-Mobilität aus Steuergeldern immer weniger zu rechtfertigen

Die Diskussion um die E-Mobilität will nicht enden, zurecht. Der nicht nur in Österreich sehr anerkannte Motoren-Experte Prof. Fritz Indra hat in einem Interview im Servus-TV klar und deutlich, für jedermann verständlich und nachvollziehbar, erklärt, warum die E-Mobilität ein Irrweg ist. Die Batterieherstellung, der Betrieb - mit welchem Strom? - bis hin zur ungelösten Entsorgung sind alles andere als umweltfreundlich. Auch die so hoch gelobte Wasserstoff-Technologie gehört leider auch zu diesem Problemkreis, denn sie ist extrem energieaufwendig in der Herstellung und wäre nur zu rechtfertigen, wenn sie mit erneuerbaren Ressourcen erfolgen würde. Dazu kommt noch ein sehr aufwendiger Betankungsvorgang, denn dafür muss Wasserstof extrem abgekühlt werden, was gleichbedeutend ist mit sehr hohen Investitionskosten der Tankanlagen. Ein flächendeckendes Tankstellennetz wär nicht leistbar und unrentabel.

Befragt über eine Alternative erklärt Prof. Indra, dass der herkömmliche Verbrennungsmotor nach wie vor nicht abzuschreiben ist, allerdings muss er mit künstlichen, synthetischen Treibstoffen betrieben werden. In der Entwicklung solcher Treibstoffe ist angeblich die Forschung in China schon sehr weit gediehen. Dieses Interview müsste dringend der grünen Bundesministerin Frau Gewessler, aber auch den Behörden, die nun auf Elektro-Dienstfahrzeuge setzen, zur Kenntnis gebracht werden. Angesichts dieser Fakten ist eine Förderung der E-Mobilität aus unseren immer weniger werdenden Steuergelder nicht zu rechtfertigen.


Kurt Walbert, 5201 Seekirchen

Aufgerufen am 25.11.2020 um 06:02 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/foerderung-der-e-mobilitaet-aus-steuergeldern-immer-weniger-zu-rechtfertigen-92285776

Schlagzeilen