Leserbrief

Förderungen für den Erhalt von Blumenwiesen

Antwort auf den Leserbrief von Herrn Martin Feichtenschlager vom 18.3.19: Ich gebe Herrn Feichtenschlager völlig recht, dass der Bauer ständig am untersten Limit des Mischpreises gehalten wird und sich damit die Spirale des mehr und mehr erzeugen Müssens immer weiter dreht. Gleichzeitig zahlt die Politik ein riesen Vermögen an Fördergeldern an die Bauern, um so den Milchpreis künstlich niedrig zu halten.
Tatsache ist auch, dass die viele Gülle, der Kreiselmäher und das häufige Mähen die Ursache des großen Artensterbens sind. Wir müssen einen neuen Weg aus dieser Sackgasse finden! Dazu ist nicht nur die Politik, sondern auch die Bauernkammer und die Milchhöfe aufgerufen.
Seit meiner Kindheit höre ich, dass der Milchpreis niedrig gehalten werden muss, damit auch arme Leute sich diese leisten können. Wenn man schaut, wie viel unnütze Naschereien und Früchte oder Gemüse vom anderen Ende der Welt in unseren Supermärkten angeboten werden, dann frage ich mich, warum ausgerechnet der Milchpreis künstlich niedrig gehalten werden muss. Hier muss ein Umdenken stattfinden.
Die Bauern müssen die Förderungen eben für den Erhalt von Blumenwiesen mit Insektenreichtum, Schmetterlingen, Heuschrecken, Grasfröschen, Blindschleichen, jungen Hasen und Kitzen und brütenden Feldlerchen, Kiebitzen, Braunkehlchen, Wiesenpiepern, Wachtelkönigen… bekommen und nicht pro Fläche und pro Kuh. Der Erhalt einer solchen Natur wird den Menschen auch einen höheren Milchpreis wert sein.

Hemma Gressel, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 18.10.2019 um 11:21 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/foerderungen-fuer-den-erhalt-von-blumenwiesen-67551178

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