Leserbrief

Freiheitsmedaille für Elvis Presley

Zu "Elvis Presley erhält posthum Medaille" (SN vom 12. 11.):
Diese Notiz in der Spalte "Good News" hat mich für den einzigartigen Musikinterpreten, Sänger, Entertainer und Ausnahmekünstler mit grenzüberschreitender, generationen- und kulturverbindender Ausstrahlung, Elvis Aaron Presley, sehr gefreut. Dass eine der höchsten zivilen Auszeichnungen der USA, die "Freiheitsmedaille" des US-Präsidenten, durch den amtierenden Präsidenten der USA, Donald Trump, selbst verliehen wird, liegt zwar auf der Hand, freut mich in diesem Fall aber weniger. Dieser Präsident freut sich vermutlich umso mehr über den Weg der "posthumen Vereinnahmung", den weltweit geschätzten heimischen Künstler, samt einseitig erklärtem Lebenswerk und Namen, mit in sein Wahl-propagandistisch, patriotisches Boot mit der Aufschrift "America first" und "Make America great again" zu holen, um seiner Wählerschaft an der "Seite von Elvis" frischen, emotionalen Wind zu geben.
Elvis ließ sich, so viel weiß man, zeit seines Lebens von niemandem und nichts vereinnahmen. Er war ein zutiefst spiritueller, sozial mitfühlender, Erkenntnis suchender, frei denkender Mensch. Der mit Stolz und Dankbarkeit seiner Heimat verbundene Südstaatler Elvis wusste sich verantwortlich, sein Talent zur Auferbauung und Freude aller, die er mit seiner Stimme erreichen konnte, einzusetzen. Keine Mauer, kein Zaun, keine Grenze und kein Ozean konnte ihn aufhalten. Daher lässt sich schlussfolgern: Elvis Aaron Presley passt nicht in das Boot des Herrn Trump und hätte diesen Kandidaten mit seinen kleingeistigen, kurzsichtigen politischen Ansagen wohl auch nicht zum Präsidenten gewählt.

Petra Buchner, 5110 Oberndorf

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