Leserbrief

Freude über freigelegtes Juwel

Ich möchte meiner großen Freude Ausdruck verleihen, dass in der alten Residenz - nicht Wallistrakt - die Karl-Schwarzenberg-Kapelle restauriert wurde, wieder eingerichtet und zugänglich gemacht wird. Man war sich ja lange nicht einig, ob man die Kapelle mit den Malereien Georg Pezolts auf der Decke lassen solle oder die farbenfrohen Fresken aus der Zeit Wolf Dietrichs zeigen. Man hat sich zur Ensemblewirkung entschieden und das ist sicher gut.

Die Wiederherstellung ist ein kleiner Trost für den Verlust der Karl-Borromäus-Kirche am Mirabellplatz, die dem Bau des neuen Mozarteums weichen musste. Auch diese Kirche wurde von Kardinal Schwarzenberg gestiftet und Georg Pezolt mit dem Bau betraut. Kardinal Schwarzenberg hat Georg Pezolt in Rom kennengelernt, der dort seine Studien betrieb. Er schreibt: "Ich finde hier einen Maler aus Salzburg, namens Pezolt, der zwar kein Raffael ist, aber alles in Rom genau kennt, der hier mein Haushofmeister, Dolmetsch, Cicerone usw. macht und, wenn ich Kardinal sein werde, als mein gentilhuomo di camere im spanischen Kostüm sein wird."

Die Kirche war im byzantinischen Stil gehalten und hatte eine kostbare Ausstattung.

Gretl Herzog, 5020 Salzburg

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