Leserbrief

Fünf Gründe, die gegen das Gendern sprechen

Zum Artikel "Dauerstreit ums Gendern" (Junge Seite, SN v. 22. 1.):

Als studierter Germanist (und Anglist) möchte ich wichtige Gründe nennen, die gegen das Gendern sprechen.

1. Nichts gegen natürlichen Sprachwandel, aber alles gegen einen aufoktroyierten Sprachwandel, wie er von einer Minderheit von Feministinnen durchgesetzt wurde.


2. Mehr als ärgerlich ist das gewollte, absichtliche Vermischen von Genus und
Geschlecht. Ein heißt die Sonne und der Mond und niemand fühlt sich benachteiligt.
Das ist Genus, oder wenn man will, schlicht und ergreifend Grammatik. Es heißt
der Mann, die Frau, das ist Sexus.


3. Das generische Maskulinum macht es uns leicht, hier alles zu inkludieren.
Es heißt die Einwohner Österreichs und die Lehrer einer Schule. Hier liegt keine
wie immer geartete Diskriminierung vor, weil diese Begriffe alle integrieren, und nicht, wie immer behauptet wird, die Frauen nur mit meinen. Das Schwergewicht liegt auf der Funktion, nicht auf dem Geschlecht. Es würde auch Trans-Personen einschließen und wird könnten uns Sternchen, Unterstreichungen etc. ersparen.


4. Es gibt viele Menschen, mehr Frauen als Männer, die das Gendern ablehnen, weil es einfach überflüssig ist (siehe oben) und oft auch die Lesbarkeit eines Textes unnötig erschwert oder die Zahl der Seiten eines Buches unnötig verlängern,
wenn immer geschrieben wird z.B. "Aktionärinnen und Aktionäre".


5. Die sprachbewussten Franzosen lehnen das Gendern ebenfalls klar ab. An
ihnen sollten wir uns ein Beispiel nehmen.

HR Mag. Dr. Detlef Schaffer, LSI i.R., FH Hon Prof. i. R., Education, Training, Coaching e.U., 2103 Langenzersdorf

Aufgerufen am 26.05.2022 um 07:56 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/fuenf-gruende-die-gegen-das-gendern-sprechen-116038363

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