Leserbrief

Fusion als Allheilmittel

Ich möchte Herrn Thomas Gottsmann in seinem "Standpunkt" von Montag, 3. Februar 2020, voll beipflichten, wenn er meint, Fusion sei keine Erfolgsgarantie.

Wenn der FC Hallein seine Mannschaft aus dem Bewerb nimmt, was am Dienstag, 4. Februar, schon gemeldet wurde, und die Spieler zur Union Hallein geben will, ist das noch lange keine Garantie, dass die Union den Verbleib in der Salzburger Liga schafft. Und was dann?

Zwei kranke Vereine fusionieren sich und träumen von einem Halleiner Großklub - träumen kann man, aber schon bei der Fusion 2004 von Olympia Hallein und Halleiner SK hat man gesehen, welch eine Seifenblase das war - und 2004 war auch die Politik voll involviert und der HSK-Fußballplatz wurde sofort verkauft.

Der Grundgedanke für einen starken Halleiner Club ist gut, aber nicht neu. Nur nicht mit den altbekannten Protagonisten, denn das geht voll daneben und man hat aus der Vergangenheit nichts gelernt! Mit einem Vereinsvorstand, der unbelastet und nicht nur von heute auf morgen denkt, sondern langfristig, der Sachverstand und Kompetenz hat - nur dann kann sich der Erfolg einstellen. Und wer denkt an den Nachwuchs, das Kapital des Vereins, das man braucht wie ein Stück Brot, oder braucht man das nicht mehr?

Ich weiß, wovon ich spreche, ich war viele Jahre als Spieler, Trainer und Funktionär tätig und es gäbe noch viele Beispiele anzuführen.

Max Stock, 5400 Hallein

Aufgerufen am 21.09.2020 um 03:49 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/fusion-als-allheilmittel-83779930

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