Leserbrief

G5 über uns allen

Thomas Hödlmosers gesundheitliche Bedenken gegenüber dem flächendeckenden Ausbau des G5 Mobilfunknetzes (SN vom 2. 2. 19) sind wichtig, da unsere Regierung mögliche Beeinträchtigungen von Menschen, Natur und Tierwelt nicht einmal in Erwägung zieht. Doch Hunde hören beispielsweise weit höhere Frequenzen als Menschen. Wer Peter Wohllebens eine halbe Million mal verkauftes Buch "Das geheime Leben der Bäume" liest, erfährt, dass das Leben im Waldboden überaus vielgestaltig, komplex und raffiniert vernetzt organisiert ist. Nur den Luftraum überlassen wir der Mobilfunkindustrie, als wäre er nichts als ein leerer, von Mensch und Tier entkoppelter Raum, der für technische Experimente uneingeschränkt kommerzialisiert werden kann. Ob die verbliebenen 20 Prozent der Insekten (gemessen am einstigen Stand Mitte des 20. Jahrhunderts) durch G5 weiter reduziert werden, die kostenlosen Dienstleistungen der Bienen demnächst vielleicht entfallen, wäre zumindest durch ein Experiment zu klären: Wie leben Bienen in unmittelbarer Nähe eines G5-Senders? Wird im anthropozentrischen Zeitalter der "Geldsucht" vielleicht doch einmal seriös, verantwortungsvoll und nachhaltig gedacht?


Dr. Thomas Hauschka, 5412 Puch

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