Leserbrief

Gazprom neuer Sponsor der Salzburger Festspiele

Zu "Festspiele: ÖMV und Gazprom machen Oper" (SN vom 8. 10.):

Im Jahr 2020 ist der Klimawandel in der Festspielszene wohl schon wieder vergessene Sache, ausgerechnet zum 100-jährigen Jubiläum, in der die Aufmerksamkeit auf die Salzburger Festspiele wohl am höchsten sein wird, lassen diese sich vom heimischen Ölkonzern ÖMV und der russischen Gazprom finanzieren. Beinahe zur gleichen Zeit, als die "Fridays for Future"-Bewegung am Alten Markt, "Climate Justice now" schrie, unterschrieb die Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler den Vertrag zum Sponsoring und bezeichnete diesen als ein "willkommenes Geschenk".

Ein "willkommenes Geschenk", die Festspielpräsidentin hält demnach wohl die Förderung des Klimawandels als ein "willkommenes Geschenk". Heinrich Schellhorn meinte zu dieser Kooperation, sie sende ein falsches Signal und meines Erachtens widerspricht sie auch zutiefst dem brennenden Aufruf der Eröffnungsrede von Peter Sellars.

Ich frage mich, ob eines der größten Kulturbudgets der Welt auf derartig kontroverse Kooperationen angewiesen sein muss, wo es unzählige andere Sponsormöglichkeiten gäbe.


Anna Häupl, Schülerin 17 Jahre, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 30.11.2021 um 06:40 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/gazprom-neuer-sponsor-der-salzburger-festspiele-77529511

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