Leserbrief

Gedanken zum Marionettentheater

Zur wirklich traurigen Lage dieses besonderen Theaters habe auch ich mir einige Gedanken gemacht:

Seit dem Tod von Frau Gretl Aicher im Jahre 2012 leitet Frau Dr. Barbare Heuberger das Marionettentheater, aber nun ist sie am Nullpunkt angelangt. Das Unternehmen ist derzeit zwar schuldenfrei, diesen Status hat sie u. a. auch durch finanzielle Hilfen durch Mäzene geschafft, aber an eine Weiterführung ohne öffentliche Unterstützung ist nicht mehr zu denken.

Warum auch nicht? In Salzburg wird öfters eine Menge Kleingeld für diverse Projekte und Institutionen "lockergemacht". Nur ein Beispiel: Für die "Stille Nacht 2018 GmbH" flossen, lt. Berichten 1,7 Mill. Euro Landesgeld. Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht anführen.

Durch eine jährliche Subvention von 150.000 Euro von Stadt und Land Salzburg wäre eine Schließung des Marionettentheaters abzuwenden. Kann darüber nicht wirklich konstitutionell verhandelt werden, ohne dass gleich von einer "Einverleibung" ins Landestheater gesprochen wird?
Natürlich müsste man das Marketing und eine Neustrukturierung der kaufmännischen Leitung gründlich überdenken und ein Konzept für einen ertragreicheren Spielablauf für die Zukunft erstellen, denn dies ist sicher unabwendbar und bedarf einer zielsicheren Erarbeitung.
Ich appelliere daher an alle Damen und Herren des Magistrats und der Landesregierung, die mit dem Marionettentheater in ihren Aufgaben betraut sind, allen voran an unseren LH Dr. Wilfried Haslauer, Positives in dieser wertvollen Sache zu bewirken.

Meine Frage an die SN: Warum wird das Marionettentheater in der "Theaterzeitung" nicht geführt? Dies wäre auch ein Beitrag zur momentanen Lage.
Mein Mann und ich besuchten im vergangenen Jahr drei Vorstellungen im Marionettentheater, darunter auch "La serva padrona" von Pergolesi in Zusammenarbeit mit der Universität Mozarteum und dem Musikum. Es waren schöne, bereichernde Abende. Deshalb meine dringende Empfehlung für 2019 an alle: Spieltermine des Marionettentheaters in neuen Kalender eintragen und Besuche wahrmachen.
An alle Mitbürger, die mit und für die Kultur arbeiten und solche, die sie "nur" genießen, denken und handeln wir für das Marionettentheater Salzburg!

Helga Wagner, 5204 Straßwalchen

Aufgerufen am 22.02.2019 um 01:58 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/gedanken-zum-marionettentheater-63757606

Schlagzeilen