Leserbrief

Gefährlicher Ennsradweg R7

Vor zwei Wochen habe ich mit meiner Gattin und einem weiteren Ehepaar den Ennsradweg mit dem Rad von Altenmarkt (Pongau) bis Steyr befahren. Zugegeben ist der Weg von Altenmarkt bis Admont wirklich schön und attraktiv für dieses Fortbewegungs(Freizeit)mittel.

Allerdings ist der Abschnitt zwischen Admont über Gesäuse und weiter von St. Gallen durch den Nationalpark Kalkalpen bis kurz vor Weyer unter die Kategorie "Zumutung" einzuordnen. Es wird mit großen Schildern der Radweg R7 mehrmals angezeigt, aber der Streckenverlauf folgt ohne irgendeiner weiteren Erklärung direkt der Bundesstraße. Der sogenannte Radweg führt ohne Abgrenzung zum anderen Verkehr - es ist nicht einmal ein Fahrradstreifen vorhanden. Im Nationalpark Kalkalpen scheint der Streckenabschnitt eine für den Schwerverkehr und den vielen (weit über die erlaubte Geschwindigkeit fahrenden) Motorrädern vorbehaltene Strecke zu sein. Pkw sind hier noch eher als angenehm zu empfinden. Ich finde das - auch im Namen meiner Mitreisenden - schlichtweg eine Zumutung, diesen Abschnitt als Radweg zu vermarkten. Es ist vielmehr ein sehr großes lebensgefährliches Risiko für jeden radelnden Menschen, diesen Streckenabschnitt zu befahren.

Vielleicht können die Tourismusverbände (Salzburg, Steiermark und Oberösterreich) diesen Streckenabschnitt für die Radfahrer zukünftig sicherer gestalten bzw. darauf hinweisen, dass dieser Abschnitt nicht für Radfahrer geeignet ist. Wir sind nur froh, diesen Teilabschnitt überlebt bzw. unverletzt passiert zu haben.

Thomas Hofer, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 05.12.2020 um 01:53 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/gefaehrlicher-ennsradweg-r7-92554147

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