Leserbrief

Geforderte Änderungen für die Feuerwehren

Es finden nun virusbedingt landauf, landab u.a. die Feuerwehrfeste nicht statt. Eine Finanzierungslücke geht auf. Das in keinen Feuerwehrgesetzen vorgesehene, aber de facto vorgesehene Drittel der Finanzierung dieser Sicherheitsleistung ist nicht mehr gesichert. Gesetzlich vorgeschriebene Ausrüstungsgegenstände, wie Helme, die der Arbeitssicherheit dienen, Betriebsmittel wie Diesel für Einsatz- oder Ausbildungsfahrten, Nachbeschaffungen von Einsatzfahrzeugen oder die Jugendarbeit - die Feuerwehr ist das größte Jugendzentrum Österreichs und zwar mit Null Personalkosten - hängen in der Luft.
Es wird einen indiskutabler Missstand sichtbar. Mitgliedern der Feuerwehren wird zugemutet, um den Betrieb aufrecht zu halten und die notwendigen Ausrüstungsgegenstände bereit zu halten, bei Bierzelten u.ä. zu arbeiten und möglichst viel Alkohol an den Mann und zunehmend auch die Frau zu bringen. Ein unhaltbarer Zustand.
Ich bin seit 35 Jahren Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr, im Jahr 2019 haben wir 236 Einsätze geleistet. Der Zwang zur jährlichen Aufbringung von Zehntausenden Euros, der mit Alkohol verbunden ist, fasziniert mich zunehmend nicht mehr. Es ist Änderung von Nöten.

Univ-Lektor Prof. MMag. Peter Atzmanstorfer, 4822 Bad Goisern

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