Leserbrief

Geringe Wertschätzung für verrichtete Arbeiten

In einer Stellungnahme des Gemeindebundes heißt es, dass er mit der Forderung nach 1,50 Euro Anerkennungsbeitrag für Asylwerber durchaus konform gehe. Die Begründungen dafür sind allerdings eigenartig: Denn erstens hat niemand behauptet, dass diese gemeinnützigen Tätigkeiten als Erwerbsarbeit im herkömmlichen Sinn zu sehen sind. Und zweitens ist wohl klar, dass die Höhe des Beitrages nichts mit erfolgreicher Integration zu tun hat. Denn Integration kann nur funktionieren, wenn beide Seiten (Einheimische und - in diesem Fall - Asylwerber) dazu bereit sind. Was aber hinter der Forderung nach 1,50 Euro Stunden"lohn" steht, ist die geringe Wertschätzung, die man diesen Menschen, die Arbeiten für die Gemeinden verrichten, die sonst wohl niemand (oder nur teuer) verrichten würde, entgegenbringt.

Mag. Wolfgang Ölzant, 8970 Schladming

Aufgerufen am 30.10.2020 um 03:15 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/geringe-wertschaetzung-fuer-verrichtete-arbeiten-69208738

karriere.SN.at

Schlagzeilen