Leserbrief

Gesellschaftliche "Normalität"

In manchen Bereichen ist derzeit der Unterschied zwischen jenen, die eine Arbeit haben, und jenen, die kaum Unterstützung für ihre Projekte bekommen, wie Künstlern und Freischaffenden, eklatant. Diese Künstler und Freischaffenden müssen jeden Cent hundert Mal umdrehen und sind froh über jede kleine Einkunftsmöglichkeit. Auch für die, die schon in Pension sind, gilt Ähnliches. Viele, mit geringer Pension, leben mit weniger als 1000 Euro im Monat und müssen damit auskommen. Weil zusätzlich alles teurer wird, von den Lebensmitteln angefangen bis zu Haushaltsgeräten, führen manche Menschen so etwas wie ein "Armenleben" - und das, obwohl viele von ihnen sehr wohl gerne arbeiten würden. Am schlimmsten ist jedoch die Tatsache, dass vielen noch dazu nachgesagt wird, dass sie arbeitsfaul und "Nichtsnutze" seien. So bekommen sie auch noch emotional Lasten aufgebrummt. In der Coronazeit ist dies beinahe schon ein Hohn. Denn ganze Branchen sind in Gefahr unterzugehen, siehe Hotellerie. Meiner Ansicht nach braucht es viel mehr Solidarität. Einer, der viel hat, gebe dem, der fast gar nichts hat - das klingt fast weltfremd. Die Reichen werden stattdessen immer reicher und die Armen immer ärmer.


Mag. phil. Bernd Rosenkranz, 5020 Salzburg

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