Leserbrief

Gesundheit in der Familie ist Frauensache

Herzlichen Dank Frau Zauner für ihren Artikel "Und wieder pfeift die Regierung auf die Frauen" vom 19.1.2021. Sie haben es auf den Punkt gebracht. Wie soll die Regierung die Bevölkerung für die weiteren erforderlichen Maßnahmen inkl. Impfen gewinnen, wenn sie die Frauen nicht einbezieht, sichtbarer macht und mit ihren Pressekonferenzen demonstriert, das 100 % die Männer das Sagen haben? Ich nehme den Herren nicht ab, dass sie verstehen, wie das nun ist als Frau mit all den Belastungen die wir nun haben (Job, Haushalt, homeschooling, Anstieg der Gewalt in Haushalten . . .). Wir Frauen sind es, die bestmöglichst alles tun, um die Balance in der Familie nicht kippen zu lassen. Leisten dürfen wir, mitentscheiden nicht. Fachfrauen, wie Elisabeth Puchhamer-Stöckel, die unaufgeregt, sachlich und empathisch die Dinge verständlich erklärt, sind sichtbarer zu machen. Statt Schützenhofer, der für mich keinen Mehrwert bei der Pressekonferenz dargestellt hat, hätten sie die Infektiologin, Mutter und profunde Pandemieexpertin Pamela Rendi-Wagner, sprechen lassen. Ihr nehme ich ab, dass es ihr um die Sache geht.
Gesundheit in der Familie ist Frauensache. Also fangt endlich an, Frauen in die Entscheidungen und Kommunikation miteinzubeziehen und sichtbarer zu machen und nutzt die technischen Möglichkeiten zur verständlichen Erklärung, wie verständliche Erklärungsvideos. Fragen und Antworten auf den homepages sind zu wenig. Die Bürgerinnen und Bürger sind auch emotional abzuholen und auf ihre Ängste und Befürchtungen ehrlich und verständlich ist einzugehen, damit wir gemeinsam diese Krise bewältigen.


Mag. Barbara Schwaiger-Modl, 5164 Seeham

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