Leserbrief

Gewissheit über Machenschaften

Es ist schon eigenartig, wie manche Leute auf die "Ibiza-Affäre" reagieren. Sie sehen die Protagonisten Strache und Gudenus als "Opfer" einer Intrige, inszeniert von einer Gruppe, die das schmutzige Video in Umlauf gebracht hat. Diejenigen, die diese Geschichte produziert haben, mussten ja wissen, mit welchen Schurken sie es zu tun hatten, die prompt darauf herein fielen. Es handelt sich hier um "Aufdecker-Journalismus", der spätestens seit der Watergate-Affäre als legitim bezeichnet werden kann, weil verhindert wird, dass solche Leute noch länger ihres Amtes walten können und unermesslichen Schaden anrichten. Ist auch nicht zu verwechseln mit einer Schmutzkübel-Kampagne, die z.B. intime Details einer Person zu Tage bringt, die nichts mit der Tätigkeit dieser zu tun hat und lediglich einen Image-Schaden hervorruft. Im Falle der "Ibiza-Affäre" kann man nur froh sein, dass dieses Video an die Öffentlichkeit gelangt ist, denn nur so konnten wir Gewissheit erlangen, welche unseriösen Personen in unserer Regierung vertreten waren.

Franz Unterholzner sen., 5020 Salzburg

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